Der Wunsch nach einer neuen Küche wächst meist langsam, und dann soll plötzlich alles schnell gehen. Damit am Ende nichts fehlt, hilft eine feste Reihenfolge. Küche planen in 5 Schritten: So gehen wir in unserem Küchenstudio in Gräfelfing vor, vom ersten Blick auf den Raum bis zur Einteilung der Schränke. Dieser Blogbeitrag führt Sie durch die fünf Etappen der Küchenplanung und nennt an jeder Stelle die Fragen, die Sie sich vorher stellen sollten. Ein Experte müssen Sie dafür nicht sein, den technischen Teil übernehmen wir.
Schritt 1: Der Raum gibt den Rahmen vor
Am Anfang steht der Raum, nicht der Katalog. Wir messen Länge, Breite und Höhe, notieren die Lage von Fenstern und Türen und halten fest, wo Wasser, Abfluss, Strom und Abluft bereits liegen. Eine Verlegung ist machbar, kostet aber Geld, deshalb lohnt sich dieser Blick vor jeder weiteren Entscheidung. Ebenso klären wir früh, wie stark sich die Küche zum Wohnbereich öffnen soll, denn davon hängen Grundform, Beleuchtung und Dunstabzug ab. Aus den Maßen ergibt sich dann die Grundform: eine einzeilige Küche, eine L-Küche, eine U-Küche oder eine Zeile mit Insel. Steckdosen planen wir gleich mit ein, damit später kein Kabel quer über die Arbeitsplatte läuft. Das professionelle Aufmaß übernehmen wir für Sie, im Studio oder bei Ihnen zu Hause.
Schritt 2: Stil, Farben und Materialien
Der Stil prägt später die Stimmung im Raum, deshalb nehmen wir uns dafür Zeit. Fronten, Griffe, Arbeitsplatte und Wandfarbe sollten zusammenpassen, und in einem offenen Grundriss muss die Küche zusätzlich die Handschrift der übrigen Einrichtung aufnehmen. Die Bandbreite reicht vom Landhaus mit Rahmenfront bis zur grifflosen, reduzierten Gestaltung in Grau oder Anthrazit. Matte Oberflächen wirken ruhiger und zeigen weniger Fingerabdrücke, Hochglanz macht kleine Räume heller. Bei der Arbeitsplatte entscheiden Sie zwischen Laminat, Massivholz, Keramik und Naturstein, und der Unterschied im Preis fällt hier deutlich aus. Die Nischenrückwand zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken führen wir gefliest, in Glas oder als durchgehende Platte aus. In unserer Ausstellung können Sie die Fronten nebeneinander legen und im Tageslicht vergleichen.
Schritt 3: Ergonomie und kurze Wege
Eine Küche wird mehrere Jahrzehnte benutzt, deshalb zahlt sich Ergonomie schnell aus. Die Arbeitshöhe richtet sich nach Ihrer Körpergröße und liegt als Anhaltspunkt rund 15 Zentimeter unter dem angewinkelten Ellenbogen. Der Backofen wandert auf Augenhöhe in einen Hochschrank, damit Sie sich beim Herausnehmen nicht bücken müssen, und die Spülmaschine steht erhöht daneben. Kochen, Kühlen und Spülen ordnen wir im klassischen Arbeitsdreieck an, sodass die Wege beim Kochen kurz bleiben. Zwischen zwei gegenüberliegenden Zeilen planen wir mindestens 1,20 Meter ein, damit sich Auszüge und Backofentür bequem öffnen lassen. Auch für zwei Personen nebeneinander bleibt dann genug Platz.
Schritt 4: Geräte auswählen
Die Geräte entscheiden mit darüber, wie gut sich in der Küche arbeiten lässt, und ein späterer Tausch bleibt aufwendig. Deshalb legen wir sie früh fest. Ein Backofen mit Dampffunktion lohnt sich bei häufigem Backen, ein Induktionskochfeld heizt schneller und lässt sich leichter reinigen als Ceran. Beim Dunstabzug fällt die Wahl zwischen einer Haube über dem Kochfeld und einem Abzug nach unten, der die Kochdünste direkt an der Pfanne abfängt. Kühl- und Gefriergeräte planen wir wahlweise sichtbar oder hinter passenden Fronten ein. Wir bieten Ihnen Geräte von Siemens, Bosch, BORA, Miele, Neff und AEG an und wählen mit Ihnen die Marke aus, die zu Ihren Kochgewohnheiten passt.
Schritt 5: Stauraum einteilen
Zum Schluss teilen wir den Stauraum ein. Auszüge nehmen Töpfe und Pfannen besser auf als tiefe Drehböden, weil Sie den ganzen Inhalt auf einen Blick sehen. Ein Apothekerschrank neben dem Kochfeld hält Öl, Gewürze und Vorräte griffbereit, der Eckschrank braucht einen Beschlag, der die hintere Ecke nach vorne holt. Hochschränke bringen auf wenig Fläche viel unter und schließen die Zeile sauber ab. Oberschränke sind kein Muss, in kleinen Räumen holen sie jedoch spürbar Platz heraus. Darunter bringen wir eine Lichtleiste an, die die Arbeitsplatte gleichmäßig ausleuchtet. Zählen Sie vorher einmal durch, wie viel Geschirr, Vorräte und Kleingeräte wirklich untergebracht werden müssen, danach richtet sich die Zahl der Schränke.
Küche planen in 5 Schritten
Raum, Stil, Ergonomie, Geräte und Stauraum: In dieser Reihenfolge entsteht eine Küche, die nach zehn Jahren noch passt. Küche planen in 5 Schritten heißt vor allem, die richtigen Fragen früh zu stellen. Ihre Planung zeigen wir Ihnen live in 3D am Bildschirm, sodass Sie Höhen, Abstände und Laufwege vor der Entscheidung sehen und nichts dem Zufall überlassen bleibt. Erst danach machen wir Ihnen ein verbindliches Angebot mit allen Positionen im Detail. Bei einem anstehenden Umbau koordinieren wir auf Wunsch alle beteiligten Handwerker, dafür gibt es unseren Bauleiterservice. Sie erreichen uns im Studio in Gräfelfing, für die Beratung kommen wir auch zu Ihnen nach Hause. Vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin, wir nehmen uns Zeit für Ihre Küchenplanung.
